Editorial ZUKUNFT 04/2024: Frauenpolitik – VON ALESSANDRO BARBERI, VIKTORIA KRIEHEBAUER, MARLIES ETTL UND ELISABETH KAISER

Dass die Emanzipation der Menschheit in eminenter Weise von der Befreiung der Frauen abhängt, zählt zu den Grundeinsichten der Arbeiter*innenbewegung und des Feminismus. Dabei insistierte die Frauenbewegung durch alle Wellen hindurch im Namen von Freiheit und Gleichheit auf den spezifischen Problemen, denen sich Frauen im Kampf gegen das Patriarchat wohl schon seit Jahrtausenden stellen müssen. Denn grundlegende Diskriminierungen ökonomischer, sozialer oder sexueller Art treffen Frauen auch zeit-, gesellschafts- und kulturübergreifend auf das Härteste, weshalb eine kantige Kritik dieser brutalen Zustände auch nach wie vor eine radikale feministische Politik nötig hat. Dies auch, weil in den letzten Jahrzehnten – parallel zum Ausbau des neofeudalen Kapitalismus auf globaler Ebene – unzählige frauenpolitische Backlashs hingenommen werden mussten, welche die ohnehin schwierige Lage von Frauen drastisch verschärft haben.

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Freiwillige Unterwerfung und Realitätsprüfung. Keynote zur Veranstaltung: „Geschlechtergerechtigkeit – quo vadis?“ – VON BETTINA REITER

Es freut die Redaktion der ZUKUNFT, dass BETTINA REITER uns die Erlaubnis erteilt hat, eine Keynote wiederabzudrucken, die sie im Rahmen der Veranstaltung „Geschlechtergerechtigkeit – quo vadis?“ der Europäischen Gesellschaft für Geschlechtergerechtigkeit Österreich (EGGÖ) am 07.03.2023 gehalten hat. Denn die Wirklichkeit ist für den Feminismus und die Frauenpolitik mehr als entscheidend …

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Zum gesetzlichen Verbot des „Kinderkopftuchs“ im öffentlichen Raum – VON NEKLA KELEC

NECLA KELEK, Vorstandsfrau von Terres des Femmes, diskutiert mit ihrem Beitrag das gesetzliche Verbot des sogenannten „Kinderkopftuchs“ im öffentlichen Raum und hat dabei vor allem Ausbildungsinstitutionen für alle minderjährigen Mädchen im Blick. In diesem Zusammenhang geht es auch darum, was genau Freiheit in unserer liberalen Demokratie bedeutet und inwiefern das Kopftuch prinzipiell mit dem Islam verbunden ist.

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Warum es für eine neue Frauenpolitik einen Perspektivwechsel in der Prostitutionspolitik braucht – VON BRIGITTE HOFMANN UND SUSANNE RIEGLER

Am Prostitutionsmarkt regiert das Gesetz der Stärkeren, hier haben die ‚Freier‘ alle Rechte und die Frauen praktisch keine. Das könnte sich bald ändern. Das EU-Parlament fordert von seinen Mitgliedern, dass die Nachfrage reduziert werden muss. Das betrifft in erster Linie die „Sexkäufer“, die bis dato in der Diskussion außen vor gelassen wurden, wie BRIGITTE HOFMANN und SUSANNE RIEGLER zeigen.

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Nadja Habibis „Prostitution versus Sexarbeit“. Eine Rezension – VON VIKTORIA KRIEHEBAUER

Mit der Rezension von Nadja Habibis Prostitution versus Sexarbeit arbeitet VIKTORIA KRIEHEBAUER neben historischen, rechtlichen und sozialen Aspekten vor allem heraus, dass eine Diskussion des „Nordischen Modells“ für die neue Frauenpolitik unabdingbar ist. Dabei wird auch deutlich, dass Feminismus und Marxismus sich keineswegs widersprechen, sondern intrinsisch miteinander verbunden sind.

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Frauenförderung im Bildungssystem – Vor den Vorhang – Good Practice an den Hertha Firnberg Schulen für Wirtschaft und Tourismus – VON MARLIES ETTL

Die Auseinandersetzung um Bildungsmöglichkeiten für Frauen und Mädchen war in der Vergangenheit für die Frauenbewegung eine Schlüsselfrage im Kampf um Gleichberechtigung und Selbstbestimmung. Eine gute Bildungspolitik muss daher auch heute emanzipatorisch gedacht werden. Die Hertha Firnberg Schulen (HSF) haben ein erfolgreiches Konzept mit Nachhaltigkeitscharakter für das (Berufs-)Leben ihrer Absolvent*innen entwickelt, wie Schulleiterin MARLIES ETTL im Folgenden beschreibt.

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