FRITZ JERGITSCH ist Gründer und Chefredakteur der Tagespresse und steht im Interview mit der ZUKUNFT den Herausgeber*innen dieser Ausgabe, HEMMA MARLENE PRAINSACK und CHRISTIAN ZOLLES, angesichts der Satire in Österreich Rede und Antwort.
Seit der Gründung am 5. Mai 2013 wurde die Tagespresse schnell fester Bestandteil der österreichischen Medienlandschaft. Täglich können Österreicher*innen auf der Satireseite „Nachrichten erfahren, bevor sie passieren“. Als sorgfältige Beobachterin des gesellschaftspolitischen Tagesgeschehens schafft sie scharfsinnige Satire und eine pointierte Persiflage der Gegenwart – so hält sie den Mächtigen den Spiegel vor und macht durch Überspitzung Missstände sichtbar. An Spitzentagen verzeichnet die Tagespresse über 100.000 Klicks. Ihr Gründer und Chefredakteur Fritz Jergitsch ist ein mehrfach ausgezeichneter Journalist und Autor, der in seinen im Residenz Verlag erschienenen Büchern Die Geister, die ich teilte – Wie soziale Medien unsere Freiheit bedrohen (2021) und Heulen hilft uns auch nicht weiter: Populismus verstehen, Freiheit digital neu denken (2026) das Aufkommen sozialer Medien diskutiert, neue Technologien und deren Risiken für unser Zusammenleben anhand aktueller Beispiele analysiert und Lösungsansätze bereithält, die zuversichtlich stimmen.
Hemma Marlene Prainsack: Lieber Herr Jergitsch, vor dreizehn Jahren hatten Sie als Student der Volkswirtschaft an der Universität in Utrecht die Idee, eine österreichische Satireplattform nach dem Vorbild des Der Postillon zu gründen. Am 5. Mai 2013 erwarben Sie die Domain dietagespresse.com und schrieben damit ein Stück österreichische Satiregeschichte. Mittlerweile ist die Tagespresse weit über Österreichs Grenzen für satirische Falschmeldungen bekannt, die Missstände pointiert darstellen und sichtbar machen. Inwiefern hat sich Ihr satirischer Blick in diesem Zeitraum, der von mannigfaltigen Krisen geprägt ist, verändert?
Fritz Jergitsch: Am Anfang habe ich stärker in einzelnen Schlagzeilen und tagesaktuellen Pointen gedacht. Heute interessieren mich zunehmend die Strukturen hinter den Ereignissen. Ich bin außerdem vorsichtiger gegenüber der täglichen Empörungslogik geworden. Nicht jeder Aufreger ist gesellschaftlich relevant, und nicht jede Provokation verdient zusätzliche Aufmerksamkeit. Satire kann ungewollt genau jene Botschaften verbreiten, die sie eigentlich kritisieren möchte. Gleichzeitig ist unsere Arbeit journalistischer geworden. Wir recherchieren genauer, arbeiten häufiger mit Daten, Dokumenten und längeren Formaten. Die Pointe ist weiterhin wichtig, aber sie sollte sich aus einer präzisen Beobachtung ergeben.

heulen hilft uns nicht weiter
von fritz jergitsch
Wien: Residenz
160 Seiten |€ 26,00 (Gebundenes Buch)
ISBN: 978-3701747726
Erscheinungsdatum: 09. Februar 2026
Auszug: Fritz Jergitsch (2026): Heulen hilft und auch nicht weiter Karl Polanyi Wenn uns so manche gegenwärtigen Wahlergebnisse ratlos zurücklassen, wenn wir uns fragen, wie das alles nur passieren konnte, woher die ganze Wut kommt, dann gibt es einen, der hierfür schon vor 80 Jahren eine Antwort lieferte: Karl Polanyi. Er stellte ein theoretisches Modell auf, das kollektive Unmutsäußerungen an der Wahlurne kausal mit ökonomischen Umwälzungen verknüpft. Polanyi wurde 1886 in Wien geboren. Als junger Ökonom erlebte er den Aufstieg der Wiener Sozialdemokratie aus nächster Nähe mit: Gemeindebauten, öffentlicher Nahverkehr, Kultur und Bildungseinrichtungen, bessere soziale Absicherung. Später bezeichnete er das Rote Wien als „einen der spektakulärsten Triumphe der westlichen Geschichte“. Sein 1944 entstandenes Opus magnum, „Die große Transformation“ (im englischen Original: „The Great Transformation“), ist eine akademische Abrechnung mit der „Österreichischen Schule“ von Ludwig von Mises und Friedrich A. von Hayek, die einen möglichst freien und unregulierten Markt forderte. In seinem Werk schuf Polanyi ein Modell, das zeigte, wieso unbedachte Marktliberalisierungen ins politische Chaos führen können. Der Blick, mit dem seine Kollegen aus der „Österreichischen Schule“ die Wirtschaft betrachten, ist Polanyi viel zu beschränkt. Denn diese sehen in der Ökonomie nichts weiter als ein natürliches, eigenständiges System ineinandergreifender Märkte, die sich ohne Eingriffe selbst regulieren und ein Marktgleichgewicht finden. Anders gesagt: Wenn man den Markt einfach machen lässt, ist das bestmögliche Ergebnis für alle nur eine Frage der Zeit. Karl Polanyi gelingt der Gegenentwurf zu dieser Sicht. Polanyi war nicht grundsätzlich gegen Märkte. Ihm ging es vielmehr darum, dass Märkte nicht isoliert, sondern immer im Zusammenhang mit Gesellschaft, Kultur und Politik verstanden werden müssen. Wirtschaft, so seine zentrale These, ist in das soziale Gefüge eingebettet. Der Markt ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug – das eigentliche Ziel ist ein gutes Zusammenleben in Wohlstand und Frieden. Daraus folgt: Wirtschaft unterliegt politischen Entscheidungen, sozialen Normen und auch kulturellen oder religiösen Vorstellungen. Immer dann, wenn der freie Markt diesen Zielen zuwiderläuft, greift die Gesellschaft ein. Ein Beispiel ist der Arbeitsmarkt: Führt ein unregulierter Markt zu Armut und Ausbeutung, setzen im besten Fall Regierungen Arbeitsrechte oder einen Mindestlohn durch. So wird das bloße Spiel von Angebot und Nachfrage den Werten der Gesellschaft untergeordnet und der soziale Frieden gesichert. Polanyi leugnet keineswegs, dass politische Eingriffe nach hinten losgehen können, also Schutzmaßnahmen mehr schaden als schützen, wenn die Politik und ihre Institutionen überzogen und unbedacht agieren. Der Weg zur Problembewältigung ist ein tückischer, die Politik muss den sozialen Frieden zwischen den Naturgewalten des freien Marktes und den Schutzbedürfnissen der Gesellschaft austarieren. |
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H. M. P.: In den vergangenen fünf Jahren haben Sie mit Die Geister, die ich teilte. Wie soziale Medien unsere Freiheit bedrohen (2021) und Heulen hilft uns auch nicht weiter (2026) zwei Bücher im Residenz Verlag vorgelegt. Sie setzen sich darin besonders mit der Rolle sozialer Medien und deren Missbrauch auseinander. Anhand aktueller Beispiele analysieren Sie Dynamiken und Strategien, wie populistische Inhalte über riesige Kanäle ein Millionenpublikum ungefiltert erreichen, untermauern diese mit wissenschaftlichen Studien und bieten Lösungsansätze an. Durch Ihre intensive Auseinandersetzung mit Social Media sind Sie im Umgang damit kritischer geworden. Was raten Sie Ihren Mitmenschen in Bezug auf die Nutzung von Facebook, TikTok, Instagram und Co.?
F. J.: Ich halte wenig von pauschalen Aufforderungen, alle sozialen Netzwerke zu verlassen. Für viele Menschen sind sie ein wichtiger Zugang zu Information, Unterhaltung und sozialem Austausch. Man sollte sie aber nicht für neutrale Kommunikationsmittel halten. Diese Plattformen sind so gestaltet, dass wir möglichst viel Zeit auf ihnen verbringen. Inhalte, die emotionalisieren, empören oder Angst machen, haben dabei einen strukturellen Vorteil. Ich empfehle, sich klarzumachen, wieso man welche Inhalte in seinem eigenen Newsfeed erblickt.
Christian Zolles: Kann Satire überhaupt angemessen auf Populismus reagieren? Wie kann sie es schaffen, vermehrt jene zu erreichen – überdurchschnittlich weiße, bildungsferne Männer in ländlichen Regionen, wie Sie selbst bemerken –, die in den letzten Jahrzehnten einen subjektiven Statusverlust erlebt haben?
F. J.: Satire kann populistische Widersprüche sichtbar machen, Manipulationstechniken offenlegen und Menschen zeigen, dass sie mit ihrer Wahrnehmung nicht allein sind. Sie kann aber keine Sozial-, Bildungs- oder Wirtschaftspolitik ersetzen. Wer tatsächlich das Gefühl hat, gesellschaftlich nicht mehr vorzukommen, wird sich durch eine Pointe allein kaum dauerhaft umstimmen lassen. Satire erreicht vor allem jene, die zumindest grundsätzlich bereit sind, über ihre eigenen Positionen zu lachen. Bei stark abgeschlossenen Weltbildern kann sie sogar Abwehrreaktionen verstärken.
C. Z.: Inwiefern verstehen Sie Satire demgegenüber als Arbeit an einer Legitimierung von Institutionen?
F. J.: Die Aufgabe von Satire besteht nicht darin, Vertrauen in den Staat einzufordern, sondern Macht zu kontrollieren und Widersprüche sichtbar zu machen. Gerade dadurch kann sie aber demokratische Institutionen stärken. Kritik an einem Minister, einem Gericht, einer Behörde oder einem öffentlich-rechtlichen Sender bedeutet nicht zwangsläufig, dass man die Institution als solche ablehnt. Im Gegenteil: Oft kritisiert man sie, weil man ihre Funktion für wichtig hält und erwartet, dass sie ihren eigenen Ansprüchen gerecht wird. Populistische Delegitimierung funktioniert anders. Sie behauptet häufig, dass Institutionen grundsätzlich korrupt, feindlich oder wertlos seien, sobald sie nicht das gewünschte Ergebnis liefern. Satire sollte dieser Logik nicht verfallen.
C. Z.: An einer Stelle Ihres Buches kommen Sie auf das weltweite Aussterben der Dialekte zu sprechen. Welche Rolle spielt der Dialekt in der Satire, sowohl in der Sprache als auch in Bildern? Und wo, wenn man etwa an die prominente österreichisch-deutsche Sprachgrenze denkt, merkt man, dass man besser der bundesdeutschen Standardsprache vertraut? In Ihrem Buch verwenden Sie einmal das Wort „Stuhl“ …
F. J.: Dialekt kann mit wenigen Worten sehr viel transportieren. Er vermittelt Herkunft, Milieu, Nähe, Machtverhältnisse und oft auch eine bestimmte Haltung. Gerade in der österreichischen Satire sind Sprachmelodie, Redewendungen und kleine Unterschiede zum bundesdeutschen Deutsch ein wesentlicher Teil der Wirkung. Zu meiner Verwendung des Wortes „Stuhl“ muss ich einwenden, dass ich prinzipiell in der Sprache schreibe, in der ich auch rede. Ich sage auch „Tomate“ statt Paradeiser und „Kartoffel“ statt Erdäpfel. Sprache ist ein Spiegel der gegenwärtigen Welt. Dahinter steckt keine tiefere Intention. Diese Welt verändert sich, wächst zusammen, und das zeigt sich in der Sprache.
H. M. P.: In Die Geister, die ich teilte schreiben Sie über die wissenschaftlich belegte Funktion von Humor und dass Sie selbst „fest an den positiven gesellschaftlichen Wert der Satire und des Humors im Allgemeinen“ glauben. Als Chefredakteur der Tagespresse halten Sie täglich Humor bereit. Wie schwierig ist es, mit der Erwartung umzugehen, immer eine Pointe bereitzuhalten?
F. J.: Diese Erwartung kann anstrengend sein, vor allem wenn sie auch außerhalb der Arbeit besteht. Ich bin nicht in jeder Situation lustig, und ich möchte es auch nicht sein müssen. Humor funktioniert nur, wenn man auch ernst sein kann.

DIE GEISTER, die ich teilte
von fritz jergitsch
Wien: Residenz
224 Seiten |€ 25,00 (Gebundenes Buch)
ISBN: 978-3701735334
Erscheinungsdatum: 21. September 2021
H. M. P.: Welche Bedeutung haben Recherchieren, Schreiben, das schriftliche Festhalten und das Teilen Ihrer Gedanken in Buchform für Sie?
F. J.: Das Schreiben zwingt mich, Gedanken zu ordnen. Viele Zusammenhänge wirken im Kopf zunächst schlüssig. Sobald man sie ausformulieren, belegen und gegen mögliche Einwände verteidigen muss, zeigen sich Lücken und Widersprüche. Das empfinde ich nicht als Störung, sondern als wesentlichen Teil des Denkens. Ein Buch bietet dafür einen anderen Raum als die Tagespresse. Im täglichen Medienbetrieb arbeitet man stark mit Verdichtung. Im Buch kann ich Entwicklungen über längere Zeiträume betrachten, wissenschaftliche Erkenntnisse einbeziehen und Argumente ausführlicher aufbauen.
H. M. P.: Über die Arbeit der Tagespresse schreiben Sie, dass Sie diese als Elitenkritik sehen. Womit lässt sich die Elite am meisten treffen?
F. J.: Am empfindlichsten reagieren alle Menschen, nicht nur Mächtige, auf den Widerspruch zwischen ihrem Selbstbild und ihrem tatsächlichen Verhalten. Dafür braucht es nicht unbedingt eine besonders grobe Beschimpfung. Häufig wirken ein genaues Zitat, eine Zahl oder ein öffentliches Dokument stärker. Wenn man nur beleidigt, kann sich die betroffene Person leicht als Opfer darstellen. Wenn man hingegen ihre eigenen Aussagen konsequent zu Ende denkt oder zwei widersprüchliche Positionen nebeneinanderstellt, ist die Kritik schwerer abzuwehren.
H. M. P.: In den Jahren 2017/2018 lief das TV-Satireformat TAGESPRESSE AKTUELL im Österreichischen Rundfunk. Nach einer Staffel haben Sie und Ihr Team sich trotz guter Einschaltquoten gegen eine Fortsetzung entschieden, nicht zuletzt, weil der Produktionsdruck für eine wöchentliche Satiresendung enorm hoch war. Gerade da Satire in öffentlich-rechtlichen Sendern durch Sparmaßnahmen und politische Einflussnahmen, wie aktuell in den USA zu erleben ist, bedroht wird: Würden Sie heute den Schritt ins Fernsehen mit einem neuen Format noch einmal wagen?
F. J.: Nein. Aber das hat keine politischen Gründe. Lineares Fernsehen ist für uns aus künstlerischer Sicht ein uninteressantes Medium. Es ist langsam, schwerfällig, teuer. Viele Menschen reden mit, und es ist ein Kraftakt, die eigene Vision auf den Bildschirm zu bringen. Wir fühlen uns wohl im digitalen Raum, wo wir unsere Inhalte deutlich effektiver und authentischer erzählen können.

H. M. P.: Im April 2023 verschickte die Tagespresse als Persiflage auf die Wirtshausprämie der ÖVP-FPÖ-Landesregierung Niederösterreich 500 Briefe mit dem Betreff „Wirtshausprämie und Panierquote Neu“ an niederösterreichische Gastwirt*innen. Im Briefkopf waren Adresse und Logo der FPÖ Niederösterreich sowie die fiktive „Landesgeschäftsstelle Niederösterreich Abteilung zur Förderung der patriotischen Esskultur“ angegeben. Den Adressat*innen wurde eine Prämie in Aussicht gestellt, sofern sie Kriterien wie folgt erfüllen würden: „Man spricht Deutsch!“, „Panierquote!“ oder „Rot-weiß-rote Kinderkarte!“. Die FPÖ Niederösterreich klagte daraufhin gegen die Tagespresse. Das HG Wien und das OLG Wien urteilten, dass der Brief, dessen „Kriterien“ beispielsweise Ausdrücke wie „[…] mittelrohe Fleischschnitte statt medium-rare Steak“, „knusprige Panier“ auch „im Dessertbereich“ und „heimatverbundene Erziehung“ durch „Andreas-Hofer-Schnitzel“ oder „Gabalier-Fleischlaberl“ anführt, klar als Satire erkennbar sei. Bei der Revision kam der OGH allerdings zu einem anderen Schluss und gab wegen Desinformation und unzulässiger Namensanmaßung der Klägerin recht. In der Begründung des OGH ist u. a. zu lesen, dass das Schreiben den damals aktuellen Forderungen der FPÖ „(wenn auch ironisch) thematisch stark angelehnt“ wäre (OGH | 4 Ob 192/24z | 21.01.2025). Wird politische Kommunikation, die selbst mit unverschämter Übertreibung, verbaler Eskalation und kalkulierter Unwahrheit arbeitet, immer schwerer von Satire unterscheidbar?
F. J.: Politische Kommunikation verwendet heute selbst Ironie, Memes und gezielte Provokationen. Aussagen werden in den Raum gestellt und später je nach Reaktion als ernst gemeint, missverstanden oder bloßer Scherz bezeichnet. Das erschwert die Arbeit der Satire, weil die Wirklichkeit bereits mit ähnlichen sprachlichen Mitteln operiert. Trotzdem gibt es einen entscheidenden Unterschied. Politische Desinformation versucht, eine falsche Behauptung als wahr durchzusetzen. Satirische Täuschung ist vorübergehend und soll am Ende einen Widerspruch sichtbar machen. Satire darf ihr Publikum irritieren und auch einen Moment lang im Unklaren lassen. Wenn sie sich bereits vor dem ersten Satz als Satire erklären müsste, würde sie ein wesentliches Stilmittel verlieren.
H. M. P.: Wie werden wohl Wissenschaftler*innen im Jahr 2073, die sich mit dem Fall auseinandersetzen, auf Ihr Schmähschreiben und dieses Urteil blicken?
F. J.: Ich vermute, dass der Brief im Jahr 2073 relativ harmlos wirken wird. Interessanter dürfte die Frage sein, weshalb ein Gericht urteilte, dass ein Witz nur dann ein Witz ist, wenn das Publikum ihn versteht. Der Satiriker muss gegenwärtig um den juristischen Schutzrahmen der Kunstfreiheit fürchten, wenn er zweifelt, ob das Publikum für seinen Witz überhaupt intelligent genug ist.
H. M. P.: Welchem Thema wollen Sie Ihr neues Buchprojekt widmen?
F. J.: Ein konkretes neues Buchprojekt steht derzeit noch nicht fest. Nach zwei Büchern über soziale Medien, Populismus und die Krise der liberalen Demokratie möchte ich nicht sofort dieselben Argumente in einer leicht veränderten Form wiederholen.
H. M. P.: Lieber Herr Jergitsch, wir dürfen uns auf Ihr nächstes Buch freuen und danken für das Gespräch!
FRITZ JERGITSCH
geboren 1991 in Wien, gründete 2013 das Satiremagazin „Die Tagespresse“, das er seither als Chefredakteur führt. Daneben arbeitete er als freier Autor und gilt als Social-Media-Experte. Jergitsch studierte in Utrecht Volkswirtschaft. Zahlreiche Auszeichnungen, u. a.: Österreichischer Kabarettpreis (Sonderpreis); 2021 und 2023: „Journalist des Jahres“ in der Kategorie Unterhaltung; 2018: Forbes „30 unter 30 Europa“ in der Kategorie „Medien“; 2024: Walther-Rode-Preis; 2025: Zivilcourage-Preis von SOS Mitmensch. Zuletzt erschienen: „Die Geister, die ich teilte“ (2021) und „Heulen hilft uns auch nicht weiter“ (2026).
