Archive for the ‘Ausgabe 2/2010’ Category


Integration braucht Chancengleichheit

Wiens Integrationstadträtin Sandra Frauenberger unterzieht den Nationalen Aktionsplan für Integration einer kritischen Analyse und argumentiert, warum der Bund besser daran täte, sich stärker am „Wiener Weg” zu orientieren.

Fragen über Fragen: Warum überhaupt Ausländer einwandern lassen?

Mein Eindruck ist: die Innenministerin ist zögerlich. Zizerlweise lässt sie sich das Konzept aus der Nase - pardon: aus ihrem Ministerium ziehen, welche Voraussetzungen Leute erfüllen müssen, die in Österreich einwandern wollen. Jetzt müssen sie also bereits deutsch können. Gut. Aber wollen wir wirklich noch mehr deutsche Zuwanderer? Reicht es nicht aus, dass mittlerweile schon [...]

Selbstenthauptet - Kulturpolitik zu Zeiten ihrer neoliberalen Nichtigkeit

Um der Funktion von Kulturpolitik gerecht zu werden, dürfe Kunst nicht als „autonomes System” gesehen werden, sondern sei als Terrain politischer und ökonomischer Auseinandersetzungen zu betrachten, meint Martin Wassermair. Das erfordere es auch, gerade auf dem Gebiet der Kultur dem Wahn des „New Public Management” zu entrinnen. Für die Sozialdemokratie biete das die Chance, „die [...]

Was soll Kulturpolitik?

In seinem Beitrag versucht Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny eine Zieldefinition für kulturpolitisches Handeln mit sozialdemokratischer Perspektive zu entwickeln. von Andreas Mailath-Pokorny

Sozialdemokratische Kulturpolitik?

Michael Amon über die Aufgaben (sozialdemokratischer) Kulturpolitik und warum es wichtig ist, auch diesen Bereich als Austragungsortsozialer Auseinandersetzungen und politischer Kämpfe zu begreifen. Bei einer Neuorientierung sozialdemokratischer Kulturpolitik komme es auf den Umgang mit den KünstlerInnen erst in der zweiten Ebene an - noch wichtiger sei die Wiederaufnahme des Kampfes um eine kulturell-geistige Hegemonie.

Total normal?

Die westliche Leitdoktrin des Kalten Krieges, die Totalitarismustheorie, erlebt seit Jahren eine furiose Auferstehung. Ein Lokalaugenschein auf dem Friedhof der ideologischen Kuscheltiere. von Florian Wenninger

Die Betreuung von Wohnhäusern

Wie wichtig das Thema HausbesorgerInnen für das urbane Zusammenleben sein kann, zeigt nicht zuletzt der Umstand, dass es „der Stadt Wien eine Volksbefragung wert war. In seinem Beitrag setzt sich Peter Moser intensiv mit der Geschichte und Funktion des Berufsstandes, der „Abschaffung” der HausbesorgerInnen unter Schwarz-Blau und der wohnpolitischen Bedeutung einer Neuregelung für die Wiener [...]

Kürzere Arbeitszeit jetzt!

Ziemlich genau vor dreißig Jahren war in Österreich die Vollbeschäftigung zu Ende: Im Jahr 1980 waren noch 50.000 Personen arbeitslos gemeldet, die Arbeitslosenquote lag bei 2%. Doch im Zuge der Rezession 1981 erhöhte sie sich rasch auf über 4%. Für die Gewerkschaften Anlass für die Forderung nach weiterer Arbeitszeitverkürzung. von Markus Marterbauer